Presse und Medien - Gemeinde Fisch

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Presse und Medienberichte

Ministerin Ulrike Höfken (mit Strohhut) stellt sich hinter die Menschen, die die Streuobstwiesen weiter voranbringen wollen.
Fisch, 29.05.2017 | Volksfreund
Bäume sind nur noch im Sommer grün
2000 Obstbäume sind in Fisch von Misteln befreit worden. Ministerin Ulrike Höfken hat sich das Ergebnis angesehen - und ein Geschenk mitgebracht, das nicht nur Kinder erfreut.
Als der ehemalige Fischer Ortsbürgermeister Dieter Schmitt im Winter vor vier Jahren Ministerin Ulrike Höfken die Streuobstwiesen seines Ortes zeigte, habe er sich geschämt, erzählt er. Sie seien grün vor Misteln gewesen.
Jetzt war die Ministerin wieder da. Rund 2000 Bäume sind von Misteln befreit und fachgerecht geschnitten. Aus dem Problem ist ein Pilotprojekt geworden, das im Kontext der UN-Dekade Biologische Vielfalt als vorbildlich ausgezeichnet wurde.
Misteln bringen die Bäume um, sagt Viezproduzent Roland Lutz, der seine Produkte wie viele Kollegen im Ort auf dem Fischer Viezfest präsentiert. Von den Misteln befreit, erholen sich die Bäume inzwischen und liefern Ort für Viez, Schnäpse und den Verzehr.
Die rund 20 Fischer Obstbauern haben sich verpflichtet, ihre Bäume weiter zu pflegen.
Ein Streuobstwiesen-Rucksackprojekt soll das Bewusstsein für das Ökosystem Streuobstwiese in die nächste Generation tragen. Anschauliche Materialien vom Nachschlagewerk bis zum Tablet- Computer mit Erklär-Video helfen beim Erkennen des Wertes der Streuobstwiese und ihrer Bewohner.
Wir haben enorme Verluste am Brutvögeln, beklagt die Ministerin. Streuobstwiesen könnten bis zu 5000 Tier- und Pflanzenarten eine Lebensgrundlage bieten.
Dieter Schmitt, Erfinder des Fischer Viezfestes, erzählt Es war viel Überzeugungsarbeit nötig, um den Wert der Bäume zu erkennen. Der Naturpark Saar-Hunsrück hatte bei den ersten Viezfesten an einem Stand über Fördermöglichkeiten informiert.
Von der ersten Idee eines Viezfestes im Jahre 1990 entwickelte sich ein Viezkreislauf mit Baumpflege, Ernte und Produktion, wie Dieter Schmitt erzählt Die Botschaft lautet, Viez ist Landschaft, Heimat und Kultur. Als einer der Ersten gratuliert Bürgermeister Jürgen Dixius, der zuvor als Förster für Fisch zuständig war Hier spiegelt sich das Verständnis für die Natur wider. Landrat Günther Schartz lobt In Fisch wurde mit kleinem Geld viel erreicht. Dass schon kleine Kinder großes Naturverständnis mitbringen, zeigt sich für Ortsbürgermeister Otmar Wacht im Malwettbewerb der Kindergartenkinder. Dort gibt es erstaunliche Ergebnisse.
Ihren neuen Streuobstwiesen-Rucksack probieren die jungen Festbesucher gleich aus.
Margret Scholtes, Lehrerin an der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Morbach, hat ihn entwickelt und mit ihren Schülern getestet Die Kinder sollen eine Ahnung bekommen, was alles mit den Obstbäumen zusammenhängt.

Extra: DIE KOSTEN
Projektträger des Streuobstwiesen-Rucksackes ist der Naturpark Saar-Hunsrück. Neun Rucksäcke zum Verleih an Schulen wurden für den Aufbau von Lernorten in der Natur und Natur-Erlebnisangebote angeschafft. Das Land hat das Projekt 2013 mit 5600 Euro und 2015 mit 10 796 Euro gefördert.Die Gesamtkosten von 182 000 Euro für das Streuobstwiesenprojekt in Fisch wurden mit 158 723 Euro bezuschusst. 20 Baumbesitzer mit rund 2000 Bäumen wurden für den Baumschnitt gefördert. 20 Prozent Eigenleistung wurden erbracht.

Sie haben das Streuobstwiesenfest mitorganisiert: Günther Hunsicker, Ortsbürgermeister Otmar Wacht, Stefan Kaiser.
Fisch, 27.05.2017 | Volksfreund, Marion Maier
Fischer feiern Streuobstwiesenfest

Streuobstwiesen sind etwas Besonderes. Sie zählen in den hiesigen Breiten zu den artenreichsten Biotopen: 3000 bis 5000 Tier- und Pflanzenarten tummeln sich dort. Nährstoffknappheit durch fehlende Düngung und nur zweimalige Mahd im Jahr bewirken, dass keine Pflanzenart Überhand nimmt und zahlreiche Arten in der Wiese nebeneinander existieren können. Die vielen unterschiedlichen Pflanzen locken wiederum viele Tierarten an wie Insekten, Amphibien, Reptilien und kleine Säugetiere. Die hochstämmigen Bäume bieten Vögeln wie Steinkauz, Wendehals und Buntspecht Unterschlupf. In knorrigem Obstbaumgehölz finden sich auch Fledermäuse und Siebenschläfer. Noch dazu bilden die Streuobstwiesen ein wichtiges Reservoir für die mehr als 5000 Obstsorten, vor allem Birn- und Apfelsorten, die in Deutschland bekannt sind.
All dies sind Gründe für den Naturpark Saar-Hunsrück, Streuobstwiesenprojekte zu unterstützen. Bei den Fischern sind sie damit auf offene Arme gestoßen. Dort fand in den vergangenen fünf Jahren ein vom Naturpark finanziertes Pilotprojekt statt. 200 000 Euro sind dafür nach Fisch geflossen. In dem kleinen Ort mit drei Viezherstellern wird großer Wert auf das Apfelgetränk gelegt, was sich auch an immer wieder stattfindenden Viezproben zeigt. 2500 Obstbäume stehen bei Fisch vor allem auf privatem Grund. Doch die zwischen 60 und 100 Jahre alten Bäume waren damals nicht im besten Zustand. Ortsbürgermeister Otmar Wacht sagte; "Die Bäume mussten dringend geschnitten und die Misteln darauf entfernt werden."

In dem Pilotprojekt erklärten Fachleute zunächst theoretisch, wie Erziehungs- und Sanierungsschnitte vorgenommen und Misteln bekämpft werden. Dann gab es auch immer wieder ganz praxisnahe Schnittkurse. Wacht: "Jeder Grundstückeigentümer oder auch -pächter hat sich verpflichtet, die Streuobstwiesen künftig zu pflegen." Schnittkurse auch für Auswärtige biete die Ortsgemeinde auch weiterhin jährlich an.

Das Pilotprojekt ist nun abgeschlossen, und das wird gefeiert. Zusammen mit dem Naturpark haben die Fischer ein Streuobstwiesenfest im Dorfpark Lebensfluss für kommenden Sonntag organisiert. Umweltministerin Ulrike Höfken wird dafür nach Fisch kommen.
Das Fest beginnt um 11 Uhr mit einer vier Kilometer langen Streuobstwiesenwanderung vom Park zum Areal Auf dem Bickel. Dort wird die Ministerin das Bildungsprojekt Streuobstwiesenrucksack des Naturparks, das sich an Grundschulen richtet, als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt auszeichnen.
Im Dorfpark veranstalten die Fischer Vereine von 11 bis 18 Uhr eine offene Viezprobe mit 15 Selbstvermarktern. Der Viez wird in einer Porz mit dem Logo des Fischer Viezfests angeboten. Zudem findet ein kleiner Bauernmarkt statt. Die Kita Fisch engagiert sich mit einer Kinderrallye und Spielen. Ein Kochbus ist vor Ort und ein Bienenmobil. Jagdpächter stellen das Erlebnismobil Wald und Wild vor. Darüber hinaus werden einige Maschinen zur Obsternte präsentiert. Wildgerichte werden angeboten und auch Süßes wie Waffeln.

Extra: DAS PROGRAMM DES STREUOBSTWIESENFESTS
- 11 Uhr bis 14 Uhr Streuobstwiesenwanderung mit Umweltministerin, Start im Dorfpark Lebensfluss, Auszeichnung des Projekts Naturpark-Streuobstwiesenrucksack beim Zwischenstopp auf der Streuobstwiese, Ausschank im Streuobstwiesenzelt, Kochbus, Bienenmobil und Picknick mit Schmetterlingswaffeln. Abschluss und Ausklang beim Bauernmarkt in Fisch. - 11 bis 18 Uhr Viezprobe mit 15 Anbietern im Dorfpark Lebensfluss, Bauernmarkt.

Fisch, 17.05.2017 | Volksfreund
Fisch bekommt eigene Viezporz

Zum ersten Streuobstwiesenfest am Sonntag, 28. Mai, in hat sich die Ortsgemeinde dazu entschlossen, ein regional typisches Trinkgefäss zu verwenden. Deshalb wurde eine Porz mit dem Logo des Viezfests versehen. Das ortsansässige Designbüro Höllen hat das Logo entsprechend verändert angepasst. Die Kunstkeramischen Werkstätten Gebrüder Plein aus Speicher haben die Idee umgesetzt. Die neue Viezporz kommt bei der offenen Viezprobe des Streuobstwiesenfests zum Einsatz. Gäste können sie dort kaufen.

Für einander einstehen: Das wollen der Fischer Ortsbürgermeister Otmar Wacht (Zweiter von rechts) und sein Rat.
Fisch, 25.03.2017 | Volksfreund
"Könntest du mir gerade mal helfen...?"
Eine solche Frage ist auch in Fisch nicht selten unter den Dorfbewohnern. Nun soll die Nachbarschaftshilfe allerdings durchorganisiert werden. Dafür hat der Ortsgemeinderat das Projekt -FiNa- gegründet. Die Abkürzung steht für Fischer Nachbarschaft. "Zwei Jahre haben wir das vorbereitet", erklärt Ortsbürgermeister Otmar Wacht. Fragebögen wurden verteilt, ausgewertet und in einer Bürgerversammlung das Konzept vorgestellt (der TV berichtete).
Als es vor Jahresfrist darum ging, beim in Saarburger bereits etablierten Modell mitzumachen, sagten die Fischer Räte Nein. Denn, so Wacht: "Das verursacht Kosten, und wir zeigen, bei uns geht es kostenlos." 500 Euro im Monat für eine Fachkraft, die von außen kommt, hat man sich erspart. "Wir können unsere Situation am besten selbst beurteilen", sagt Wacht. Dieter Wenzel und Hans-Werner Lutz wurden zu Fina-Koordinatoren bestimmt. Sie sind Ansprechpartner für hilfesuchende Fischer Bürger. Lutz und Wolfgang Müller haben dazu ein Faltblatt entworfen, das bald in die 180 Haushalte verteilt wird.
Es gibt eine Liste, auf der steht, wer bei welchem Problem Fachmann oder -frau ist.
"Das wird keine Schwarzarbeit, sondern immer nur die kleine Hilfe", betont der Ortschef. Peter Rauen ist dabei für die Jugend und jungen Erwachsenen zuständig. Geholfen werden kann auf vielfältige Weise: Mitfahrgelegenheiten zum Einkauf, in die Kirche, zum Arzt, Babysitten, Hilfen rund ums Haus, wenn beispielsweise der Wasserhahn tropft.
Wen das System an Niederstadtfeld in der Eifel erinnert, der hat recht. "Wir sind dorthin gefahren und haben uns das angesehen", erklärt Wacht. Niederstadtfeld hatte mit seiner vorbildlichen Nachbarschaftshilfe im Juni 2015 den Ehrenamtspreis des Trierischen Volksfreundes gewonnen.
"Wir machen aber noch mehr", sagt Wacht, denn ihm und seinem Rat geht es vor allem auch um die mittlere Generation, die im 412-Einwohner-Dorf gehalten werden soll, und die acht aktiven Vereine, die von Beginn an in die Planung eingebunden waren.
Das bereits stark ausgeprägte Ehrenamt in Fisch soll weiter wachsen. Beispiel ist der 35 Mann starke Fischer Bautrupp, der überall anpackt, wo es nötig ist. Engere Verknüpfungen zwischen den Generationen können durch gegenseitige Hilfe entstehen.
"Was früher eine Selbstverständlichkeit war, soll jetzt wieder gestärkt werden", wünscht sich Ratsmitglied Armin Hunsicker. FiNa sei kein Verein, genieße jedoch jederzeit die Unterstützung des gesamten Ortsgemeinderates. Jederzeit seien weitere, innovative Ideen erwünscht.

Zur neuen Fischer Nachbarschaftshilfe, kurz FiNa, entwickeln Otmar Wacht, Hans-Werner Lutz und Wolfgang Müller (von links) gerade ein Informationsblatt.
Fisch, 03.02.2017 | Volksfreund
Wer fleißige Handwerker sehen will, muss zu den Fischern gehen
Welche Projekte stehen 2017 in den Orten der VG Saarburg an? Der TV wirft mit den Ortsbürgermeistern in einer Serie einen Blick in die Zukunft. Heute geht es um Fisch.
 
Fisch Der Ortschef ruft, und schon sind die Bauleute da. 30 Mann umfasst der Fischer Bautrupp, den Otmar Wacht einsetzen kann. Es sind Freiwillige mit handwerklichem Know-How, die Eigenleistung groß schreiben. "Damit haben wir schon eine Menge Geld gespart", sagt Wacht im Hinblick auf Projekte im neuen Jahr.
Die Selbsthilfe hat einen verblüffenden Effekt: Manches Projekt ist so billiger als mit Zuschüssen. Das brachte den Ortsgemeinderat dazu, die geplante Jakobus-Raststation im alten Ortskern erst einmal auf Eis zu legen, denn, so Wacht: "Wenn wir Leader-Mittel nutzen, müssen wir 70 000 Euro in die Hand nehmen. Unser Dorf kann das mit 30 000 Euro, ohne EU-Mittel."
 
Wacht ist der schuldenfreie Haushalt heilig. Das soll möglichst so bleiben, wenn es um die Erweiterung des Feuerwehrhauses geht: "Da brauchen wir 30 000 Euro Materialkosten." Nötig wird der Anbau, weil mit dem neuen Feuerwehrauto immer mehr Ausrüstung unterzubringen ist.
In der Kindertagesstätte (Kita) muss Platz für eine dritte Gruppe geschaffen werden (der TV berichtete). 276 000 Euro sind dafür nötig. Gewartet wird auf einen Landeszuschuss von 100 000 Euro. Ist der eingetroffen, ist der Anbau Ende 2017 fertig, gebaut natürlich in Eigenleistung.
Für die Kinder soll Natur unmittelbar erlebbar werden. Dazu soll ein Walderlebnisplatz mit historischem Bauwagen beitragen. Rund 20 000 Euro soll das kosten. Mitte des Jahres geht es mit dem Bau im Wald los.
 
Geplant wird die Erweiterung des Sportlerheimes, das in die Jahre gekommen ist. Etwa 20 000 Euro könnte das kosten. Da ist der Innenanstrich der Pfarrkirche für 1000 Euro ein eher kleinerer Betrag. "FiNa" ist die Abkürzung für Fischer Nachbarschaftshilfe, die bald an den Start gehen soll. "60 Ehrenamtler wollen Hilfsdienste leisten", freut sich ein stolzer Otmar Wacht. Eine Bürgerbefragung ergab: Die Jugend will wieder ein eigenes Domizil haben. Der Jugendraum wird unter Mitwirkung der jungen Fischer im Bürgerhaus renoviert werden.
Und dann steht am 28. Mai ein neues Fest an. Das Pilotprojekt Streuobstwiesen des Naturparks Saar-Hunsrück ist abgelaufen. Alle Bäume sind fachmännisch geschnitten worden. "Beim Fest stellen wir das Projekt wieder vor und zeigen, was es gebracht hat", kündigt Otmar Wacht an.

Gruppenbild mit Übeltäter: Dieter Schmitt, Roland Lutz, Carmen Fischer, Annette Schäfer, Günter Hunsicker und Gudrun Rau (von links) mit einer der letzten Misteln in Fisch vor einem vorbildlich geschnittenen Baum
Fisch, 19.03.2015 | Volksfreund
Streuobstwiesen in Fisch von Misteln befreit
Fisch ist die Saargau-Gemeinde, die von Tausenden Obstbäumen umringt ist. 1800 davon stehen auf dem Gebiet des Naturparks-Saar-Hunsrück. 678 wurden im letzten Jahr von Misteln befreit und fachgerecht geschnitten. Das Modellprojekt, das fachlich begleitet wird, läuft bis 2015. Ziel ist die langfristige Sicherung einer Natur- und Kulturlandschaft.
Fisch. Die Misteln sind bereits grün. Die Obstbäume nicht. Die Schmarotzerpflanzen können den Bäumen auf der Streuobstwiese den Garaus machen, besonders wenn sich um Apfel, Birne, Kirsche und Co lange nicht mehr gekümmert wurde. Seit einem Jahr ist das in der Saargau-Gemeinde Fisch anders.
Der Naturpark Saar-Hunsrück wählte den Ort mit seinen einzigartigen Baumbeständen und der langen Tradition der Gewinnung von Viez und Bränden zum Modellprojekt zur Pflege von Streuobstwiesen. 30.760 Euro flossen bereits in den Schnitt und die Befreiung von 678 der 1800 Bäume von Misteln durch eine Fachfirma. Informationsveranstaltungen und Schnittkurse unter fachkundiger Leitung werden folgen.
Bis 2015 läuft das Projekt, das auf einen Betrag von bis zu 200.000 Euro angelegt ist. Die Geldgeber vom Umweltministerium in Mainz erwarten jedoch eine 20-prozentige Eigenleistung des Dorfes, wie etwa die Entsorgung des Abfallholzes und der Misteln. Fisch soll als Ort eines "genussvollen Naturschutzes" zum Vorbild werden.
"Es muss in die Köpfe, welche Bedeutung die Streuobstwiesen für die Natur, die Kultur und den Tourismus hat", findet Ortsbürgermeister Dieter Schmitt. "Nur wenn wir dieses Wissen an die nächste Generation weitergeben haben die landschaftsprägenden Streuobstwiesen der Region auch eine Zukunft", nennt die Geschäftsführerin des Naturparks Saar-Hunsrück, Gudrun Rau, den Grund der doch hohen Investition in das Modellprojekt. Für Käfer über Vögel bis zur Fledermaus kann die Streuobstwiese Heimat und Lebensgrundlage sein.
"Im Jahre 1900 ergab eine deutschlandweite Obstbaumzählung 168,4 Millionen Pflanzen im ertragsfähigen Alter", weiß Annette Schäfer von der Landschaftsökologischen Arbeitsgemeinschaft Trier (LAT), die das praxisorientierte mehrjährige Konzept zur Pflege von Streuobstwiesen im Naturpark Saar- Hunsrück erarbeitet hat. Zwei Drittel dieser Bestände seien inzwischen verschwunden. In den 50er Jahren gab es sogar Prämien für das Abholzen von Hochstammobst.
"Um seine Bäume braucht man sich nur einmal im Jahr zu kümmern, dann aber richtig", erklärt Obstbaumbesitzer Günter Hunsicker. Für Ortsbürgermeister Schmitt haben die Bäume nicht zuletzt auch eine Bedeutung für den Tourismus: "Wenn die Bäume grün sind oder blühen, sieht man die Misere nicht." Wer die Bäume im Winter anschaut, habe früher keinen guten Eindruck bekommen.
Projektleiterin ist Carmen Fischer. Sie ist im Informationszentrum des Naturparks Saar- Hunsrück unter Telefon 06503/ 9214-0 zu erreichen.

Extra:
Die Mistel wächst in Kugelform auf verschiedenen Baumarten und saugt den Bäumen Wasser und Nährstoffe aus, was sie zu einem Halbschmarotzer macht. In früheren Zeiten war die Mistel eine wichtige magische Pflanze, die von den Druiden mit goldenen Sicheln geerntet wurde. Aufgrund der magischen Wichtigkeit galt die Mistel früher auch als Allheilmittel. Zur Zeit der Wintersonnenwende und als Weihnachtsschmuck wird sie auch gerne an die Haustüren gehängt, um das Haus vor Schaden zu bewahren. In der modernen Pflanzenheilkunde wird die Mistel gegen Bluthochdruck und Krebs eingesetzt. doth Quelle: www.heilkraeuter.de
 
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